PimEyes Opt-out: So entfernst du dein Gesicht aus der Suche
Der Gedanke, dass jeder mit einem Foto von dir in Sekunden alle deine Bilder im Netz finden kann, ist unangenehm. Die gute Nachricht: PimEyes bietet einen kostenlosen Opt-out an, mit dem du deine Ergebnisse aus der öffentlichen Suche ausschließen lassen kannst. Die weniger gute Nachricht: Das löst nur einen Teil des Problems. Hier ist die Anleitung, plus die ehrliche Einordnung, was der Opt-out bringt und was nicht.
So funktioniert der PimEyes-Opt-out
- Öffne das Opt-out-Formular auf der PimEyes-Webseite (im Footer unter "Opt-out" verlinkt).
- Lade ein aktuelles Foto von dir hoch, damit PimEyes dein Gesicht identifizieren kann.
- Lade einen Identitätsnachweis hoch (Ausweisdokument, sensible Felder darfst und solltest du schwärzen). PimEyes verlangt das, um zu prüfen, dass du wirklich die betroffene Person bist.
- Sende den Antrag ab und warte auf die Bestätigungs-E-Mail. Die Bearbeitung dauert erfahrungsgemäß einige Tage bis wenige Wochen.
Danach werden Suchergebnisse mit deinem Gesicht aus der öffentlichen PimEyes-Suche herausgefiltert.
Was der Opt-out NICHT löst
Der Opt-out ist ein Filter, keine Löschung. Drei Einschränkungen solltest du kennen:
- Die Fotos bleiben im Netz. PimEyes hostet keine Bilder, es findet sie nur. Die Fotos liegen weiterhin auf den ursprünglichen Webseiten und sind dort für jeden sichtbar, der sie direkt findet.
- Andere Gesichtssuchmaschinen filtern nicht mit. FaceCheck.ID, Lenso.ai und weitere Dienste haben eigene Datenbanken und eigene Opt-out-Prozesse. Der PimEyes-Opt-out gilt nur für PimEyes.
- Neue Fotos, neues Spiel. Der Filter arbeitet mit dem Gesicht, das du eingereicht hast. Er ist gut, aber kein Naturgesetz: Deutlich veränderte Aufnahmen können wieder auftauchen.
Die nachhaltige Lösung: Originalquellen löschen
Wer wirklich aus der Gesichtssuche verschwinden will, muss die Quellen angehen: die Webseiten, auf denen die Fotos liegen. Dafür gibt es je nach Fall drei Wege:
- Eigene Uploads löschen: Fotos auf deinen eigenen Profilen (Instagram, Facebook, Vereinsseite) entfernst du selbst oder stellst sie auf privat.
- Fremde Webseiten anschreiben: Nach Art. 17 DSGVO kannst du die Löschung deiner personenbezogenen Daten verlangen, und ein Foto von dir ist ein personenbezogenes Datum. Betreiber müssen innerhalb eines Monats reagieren.
- Google-Bildersuche bereinigen: Auch wenn eine Seite nicht löscht, kannst du bei Google beantragen, dass das Bild nicht mehr in den Suchergebnissen zu deinem Namen auftaucht.
Erst wenn die Quellen weg sind, verschwinden die Bilder nach und nach auch aus allen Suchmaschinen, den klassischen wie den Gesichtssuchen.
Der komplette Weg in einem Rutsch
Bei DatenLöschenLassen.de kombinieren wir beides: Unser Tiefenscan findet über Gesichtssuche alle auffindbaren Fotos von dir, auch die ohne Namensnennung. Danach senden wir für jede Fundstelle die passende Löschanfrage, erinnern die Betreiber an ihre Fristen und erledigen die Opt-outs bei den Gesichtssuchmaschinen gleich mit. Der erste Scan ist kostenlos.
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