Personensuchmaschinen: Wo dein Name überall auftaucht

Eine Personensuchmaschine beantwortet eine einzige Frage: "Was findet man über diesen Menschen?" Früher hieß die Antwort Telefonbuch, heute ist sie ein Geflecht aus Verzeichnissen, Aggregatoren, Bildersuchen und neuerdings KI-Diensten. Wer seinen digitalen Fußabdruck verstehen (oder verkleinern) will, sollte diese Landschaft kennen.

Die Kategorien im Überblick

1. Telefon- und Adressverzeichnisse

Das Telefonbuch, Das Örtliche und 11880 sind die klassischen Personensuchmaschinen: Name, Adresse, Telefonnummer, teils mit Karte zur Haustür. Die Einträge stammen historisch aus Telefonanschluss-Daten und lassen sich austragen: Jedes dieser Verzeichnisse hat einen Opt-out-Prozess (Formular oder Support-Mail). Wenn dein Eintrag aus einem aktuellen Telefonvertrag stammt, lohnt zusätzlich ein Blick in die Einstellungen beim Anbieter, sonst kommt der Eintrag wieder.

2. Suchmaschinen als Personensuche

Google und Bing sind die mächtigsten Personensuchmaschinen, weil sie alles andere zusammenführen. Profi-Trick für den Selbst-Check: den Namen in Anführungszeichen suchen und mit Stadt, Beruf oder Arbeitgeber kombinieren, zusätzlich die Bildersuche und die News-Suche prüfen. Für die Entfernung gibt es das Tool "Ergebnisse über dich" (private Kontaktdaten) und den DSGVO-Auslistungsantrag.

3. Register-Aggregatoren

Northdata, CompanyHouse und ähnliche Dienste werten Handelsregister und Pflichtveröffentlichungen aus. Wer je Geschäftsführer, Vorstand oder Prokurist war, ist hier dauerhaft mit Klarnamen auffindbar, oft prominenter als auf jeder eigenen Webseite. Die Pflichtdaten selbst sind rechtlich geschützt, aber die Auffindbarkeit über die Google-Namenssuche lässt sich oft reduzieren, und alles, was über die Pflichtdaten hinausgeht, ist per DSGVO angreifbar.

4. Gesichtssuchmaschinen

PimEyes, FaceCheck.ID und Lenso.ai drehen die Suche um: Statt eines Namens ist ein Foto die Suchanfrage. Das Ergebnis sind alle Bilder im offenen Netz, auf denen dein Gesicht erkannt wird, auch dort, wo dein Name nie genannt wurde: Event-Galerien, Gruppenfotos, alte Vereinsseiten. Diese Kategorie übersehen die meisten beim Selbst-Check komplett. Alle großen Anbieter haben Opt-out-Prozesse; nachhaltiger ist es, die Quell-Fotos löschen zu lassen.

5. Die neue Kategorie: KI-Chatbots

ChatGPT, Perplexity und Co. sind faktisch Personensuchmaschinen mit Zusammenfassungsfunktion: Auf "Was weißt du über [Name] aus [Stadt]?" liefern sie eine Zusammenfassung samt Quellen. Sie erfinden nichts Neues über dich (im besten Fall), aber sie machen verstreute Fundstellen bequem abrufbar. Löschen kannst du bei den KI-Anbietern selbst wenig; entscheidend ist, die zitierten Quellen verschwinden zu lassen, dann "vergisst" auch die KI.

Der Selbst-Check in 15 Minuten

  1. Google: "Vorname Nachname" + Stadt, dann Bildersuche, dann News.
  2. Das Telefonbuch und Das Örtliche nach dir durchsuchen.
  3. Northdata nach deinem Namen durchsuchen (besonders relevant bei aktueller oder früherer Selbstständigkeit).
  4. ChatGPT oder Perplexity nach dir fragen.
  5. Optional: eine Gesichtssuche mit einem aktuellen Foto.

Und dann: austragen, löschen, auslisten

Für fast jede Fundstelle gibt es einen Weg: Opt-out beim Verzeichnis, Löschung des eigenen Accounts, DSGVO-Anfrage an den Betreiber, Auslistung bei Google. Was fehlt, ist meist nicht das Recht, sondern die Zeit, alle Wege parallel zu gehen und nachzuhalten. Unser kostenloser Scan bei DatenLöschenLassen.de nimmt dir die Bestandsaufnahme ab und zeigt für jede Fundstelle den passenden Weg; auf Wunsch gehen wir ihn komplett für dich.

Was findet das Internet über dich?

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