Incogni Alternative für Deutschland: Was US-Löschdienste hier nicht können
Incogni (vom VPN-Anbieter Surfshark) ist der bekannteste automatische Datenlöschdienst: rund 70 bis 100 Euro im Jahr, und der Dienst schickt laufend Löschanfragen an hunderte Datenhändler. Klingt gut, und für US-Amerikaner ist es das auch. Wer aber in Deutschland lebt, sollte vor dem Abo eine unbequeme Frage stellen: Welche der Datenbanken, die Incogni anschreibt, enthalten überhaupt deine Daten?
Das US-Problem deutscher Nutzer
Incogni, DeleteMe, Optery und ähnliche Dienste sind um das amerikanische Datenhändler-Ökosystem herum gebaut: People-Search-Seiten wie Whitepages, Spokeo oder BeenVerified, die Adressen, Alter und Verwandtschaftsverhältnisse von US-Bürgern verkaufen. Dieses Ökosystem existiert in Deutschland so nicht. Deutsche Vergleichstests (etwa von heise) kommen deshalb regelmäßig zum selben Ergebnis: Viele Anbieter bieten für Deutschland und Europa schlicht wenig bis gar keine relevante Abdeckung.
Der deutsche digitale Fußabdruck sieht anders aus:
- Telefon- und Adressverzeichnisse: Das Telefonbuch, Das Örtliche, 11880 und ähnliche Dienste listen Namen, Adressen und Nummern.
- Handelsregister-Aggregatoren: Northdata, CompanyHouse und Co. machen jede (auch ehemalige) Geschäftsführung dauerhaft googlebar.
- Der lange Schwanz des Alltags: Vereinswebseiten mit Ergebnislisten, Schulseiten, Lokalzeitungs-Archive, Foren-Beiträge von 2009.
- Fotos: über Gesichtssuchmaschinen wie PimEyes auffindbar, von US-Löschdiensten komplett ignoriert.
- KI-Chatbots: ChatGPT und Perplexity fassen zusammen, was das Netz über dich hergibt, inklusive Quellenangabe.
Gegen diese Quellen hilft kein US-Broker-Opt-out, sondern nur gezielte Arbeit: den Betreiber identifizieren, eine Löschanfrage nach Art. 17 DSGVO stellen, Fristen nachhalten, notfalls zur Datenschutzbehörde eskalieren.
Was die DSGVO dir gibt (und US-Diensten fehlt)
Ironischerweise haben Deutsche das schärfere Werkzeug: Die DSGVO verpflichtet jeden Webseitenbetreiber, der personenbezogene Daten verarbeitet, auf Antrag zu löschen, innerhalb eines Monats, mit Beschwerdemöglichkeit bei der Datenschutzbehörde und empfindlichen Bußgeldern im Rücken. US-Dienste arbeiten dagegen meist mit freiwilligen Opt-out-Prozessen der Datenhändler. Das DSGVO-Werkzeug muss nur jemand systematisch benutzen.
Wann Incogni trotzdem sinnvoll ist
Fairerweise: Wenn du international sichtbar bist (US-Bezüge, englischsprachige Präsenz, viele internationale Newsletter-Anmeldungen), reduziert Incogni den Broker-Anteil deines Fußabdrucks günstig und automatisch. Als alleinige Lösung für eine Person, die in Deutschland lebt und deutsche Fundstellen loswerden will, greift es zu kurz.
Die Alternative für Deutschland
Für deutsche Quellen brauchst du einen Dienst, der sie kennt und die DSGVO nutzt. Genau dafür gibt es DatenLöschenLassen.de:
- Kostenloser Scan: Wir durchsuchen Suchmaschinen, deutsche Personenverzeichnisse und KI-Modelle nach deinen Daten.
- Report mit Handlungsempfehlung: Für jede Fundstelle siehst du, ob du sie selbst löschen kannst, ob es einen Opt-out gibt oder ob eine DSGVO-Anfrage nötig ist.
- Löschpaket zum Festpreis: Wir senden alle Anfragen, überwachen die Monatsfrist und eskalieren, wenn nötig, bis zur Behörde. Einmalig statt Abo, mit Abschlussbericht.
Der Scan kostet nichts und zeigt dir schwarz auf weiß, wie dein deutscher Fußabdruck aussieht, bevor du irgendein Abo abschließt.
Was findet das Internet über dich?
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